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Interessante Artikel für Immobilieneigentümer (Private Verkäufer) und Interessenten / Käufer die eine Immobilie kaufen oder verkaufen möchten..

 

MARINUS Immobilien
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Die ideale Wohnung

Wie möchten Sie gerne wohnen? Wie viele Quadratmeter und Zimmer benötigen Sie, damit Sie sich wohlfühlen? Und wie viel darf das Ganze kosten? Immobilienscout24 hat 40.000 Mietwohnungsanzeigen ausgewertet, die im vergangenen Jahr auf immobilienscout24.de inseriert wurden.

Die Wohnung, die deutschlandweit am häufigsten gesucht wurde, hatte durchschnittlich 150 Anfragen. Sie verfügt über 2,5 Zimmer und 66 Quadratmeter. Die Kaltmiete hierfür beträgt 446 Euro. Allerdings hat sich gezeigt, dass eine Wohnung dieser Kategorie in den Großstädten kaum zu finden ist. Je nach Stadt bewerben sich allein über Immobilienscout24 bis zu 1.700 potentielle Mieter auf eine solche Wohnung. Das zeigt, wie krass, die Nachfrage das Angebot übersteigt. Und in Zukunft wird sich das in Deutschland wohl auch kaum ändern.

Ebenso ergab die Studie von Immobilienscout24, wie stark die Mieten in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren gestiegen sind. Im südlichen Bayern und in Baden-Württemberg stiegen die Preise um 23 Prozent. Das ist jedoch nichts im Vergleich zu Berlin, wo die Preise im gleichen Zeitraum um 36 Prozent stiegen. Dem folgten aber dicht Stuttgart mit 35 Prozent und München mit 32 Prozent. In den restlichen alten Bundesländern und in Brandenburg liegen die Preissteigerungen zwischen 15 und 18 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen stiegen die Preis um nur neun Prozent. In Thüringen kommen die Preissteigerungen noch auf 10 Prozent. Die gestiegenen Preise führen dazu, dass kleinere Wohnungen gesucht werden. Bei Immobilienscout waren das Wohnungen mit 2 oder 2,5 Zimmern und zwischen 45 und 55 Quadratmetern.

Die Studie ergab aber auch, dass in den kleineren Städten und ländlichen Regionen die Preise teis stark gestiegen sind. Im Kreis Lörrach an der Schweizer Grenze stiegen die Preise um satte 37 Prozent. In Heilbronn (Stadt), Würzburg (Kreis) und Augsburg (Stadt) gab es Preissteigerungen von 32 bis 34 Prozent.

Dazu hebt Immobilienscout hervor, dass bereits vor zwei Jahren nicht ausreichend Wohnraum einkalkuliert wurde. 2016 wurden laut dem Statistischen Amt in Deutschland Baugenehmigungen für insgesamt 316.550 neue Wohnungen erteilt. Wenn eine Baugenehmigung nicht innerhalb von vier Jahren umgesetzt wird, muss sie erneut beantragt und bezahlt werden. Erfahrungen zeigen, dass etwa zehn Prozent der Baugenehmigungen nicht realisiert. Sollten alle genehmigten Projekte vier Jahre später fertiggestellt werden, heißt das also, dass 2020 316.550 Wohnungen bezugsfertig sind. Um jedoch die Wohnungsnot wirksam zu bekämpfen, müssen jährlich bis 2020 350.000 bis 400.000 Wohnungen gebaut werden. Das ergab eine aktuelle Studie der KfW-Förderbank. In zwei Jahren werden also 83.450 Wohnungen fehlen. Allerdings wurde in der Studie nicht einkalkuliert, dass es an Bauland mangelt und die Baugenehmigungen inzwischen schon zurückgegangen sind.

Sie wollen Ihr Haus in Zukunft verkaufen oder sind auf der Suche nach einer kleineren Immobilie? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

 

Foto: © vicnt

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Wo möchte ich im Alter Wohnen?

Die Pflege des Gartens wird immer anstrengender. Die Treppe ins Obergeschoss immer höher. Die Kinderzimmer stehen längst leer. Wenn für Menschen im Alter das Wohnen in den eigenen vier Wänden immer mühsamer wird, überlegen sie sich, wo sie besser leben können. Hier finden Sie einen Überblick über die spannenden Möglichkeiten:

1. Das Generationenhaus

Früher war es eher selbstverständlich, wenn mehrere Generationen zusammen unter einem Dach wohnten. Inzwischen entdecken immer mehr Menschen die Vorteile für sich neu. Hauptvorteil ist die Unterstützung, die sich die Bewohner eines solchen Projekts gegenseitig leisten. Deshalb verwundert es nicht, dass immer häufiger Projekte als Generationenhaus entwickelt werden.

2. Die Senioren-WG

Sich als Rentner nochmal wie ein Student fühlen: Die Wohngemeinschaft macht es möglich. Dass Menschen in einer gleichen Lebensphase zusammen wohnen, ist auch im Alter sinnvoll. Wie bei Studenten lohnt sich das vor allem auch bei Senioren mit niedrigen Einkommen, da die Kosten, wie Miete und Nebenkosten oder wenn mal etwas kaputt geht, geteilt werden. Wie im Generationenhaus ist auch hier immer jemand da, der einem im Alltag hilft. So können Senioren weiter selbstbestimmt wohnen.

3. Die Seniorenwohnung

Speziell für die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst, ist die Seniorenwohnung. Das gilt nicht nur für die Wohnung selbst, sondern auch für das Umfeld. Die Wohnung sollte barrierefrei sein und sich in einer Umgebung mit guter Infrastruktur befinden. Supermärkte und Ärzte sollten in unmittelbarer Nähe liegen, damit einerseits der Alltag leicht bewältigt werden kann und Hilfe im Notfall nicht weit weg ist. Worauf Sie bei einer Seniorenwohnung genau achten sollten, sagt Ihnen ein Experte.

4. Wohnen im Ausland

Den Lebensabend in der Sonne und in mildem Klima genießen, ist für viele ein Lebenstraum. Allerdings sind hier die wärmsten Länder nicht unbedingt die geeignetsten. Denn neben dem Klima kommt es auch darauf an, auf Lebenshaltungskosten und Infrastruktur zu achten. Experten empfehlen deshalb, sich vor dem Auswandern beraten zu lassen. Wer es aber clever anstellt, hat in einem Land mit niedrigen Lebenshaltungskosten mehr von seiner Rente.

5. Betreutes Wohnen

Betreutes Wohnen ermöglicht Senioren weiterhin einen eigenen Haushalt zu führen. Dabei helfen Betreuer bei den Aufgaben im Alltag, die den Senioren zu schwer geworden sind und im Notfall ist Hilfe immer zur Stelle. Die Art der Betreuung richtet sich danach, wie selbständig jemand ist. Wenn also bestimmte Aufgaben im Laufe der Zeit schwerer fallen, passt sich die Betreuung an. Auch hier ist es möglich, allein oder in einer Wohngemeinschaft zu leben.

6. Wohnungstausch

Wem die eigene Wohnung zu groß geworden ist oder wer einfach in die Nähe der Kinder ziehen möchte, könnte seine Wohnung auch tauschen. Das lohnt sich besonders jetzt, wo es nicht so einfach ist, eine neue Wohnung zu finden. Im Endeffekt funktioniert es so, dass beide Seiten sich ihre Immobilie gegenseitig verkaufen. Immobilienprofis helfen hier, dass die richtigen Tauschinteressenten zusammenfinden.

Sie wollen Ihr Haus in Zukunft verkaufen oder sind auf der Suche nach einer kleineren Immobilie? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

 

Foto: © Ljupco

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Das schwimmende Zuhause

Anfang der 90er waren Hausboote vor allem bei eigentümlichen Individualisten gefragt. Doch durch die derzeit hohen Preise am Immobilienmarkt ist allmählich ein neuer Trend um das Wohnen auf dem Wasser gewachsen. Auch der Klimawandel und steigende Meeresspiegel lassen schwimmende Häuser interessant werden. Inzwischen sind es nicht mehr nur Boote, auf denen gewohnt wird. Heute ist Wasser das neue Bauland für Immobilien. Das Wohnen im „Floating Home“ bedeutet Freiheit, exklusiver Lebensstil und Immobilienleidenschaft.

(Fotos: © FHG Floating house GmbH – www.floatinghouse.de)

 

Immobilien mit Wasserlage gehören wohl mit zu den beliebtesten. Seit jeher ist der Mensch ja auch mit dem Wasser verbunden so wie alles Leben auf der Erde. Es beruhigt uns und löst angenehme Gefühle aus. Wir fühlen uns zum Wasser hingezogen. Manchen genügt vielleicht ein Garten mit Teich, andere zieht es direkt aufs Wasser. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass auch Häuser auf dem Wasser immer beliebter werden. Denn hier lässt sich ruhig und naturnah leben. Ein Haus auf dem Wasser kann aber auch ein Prestigeobjekt sein.

(Fotos: © HELMA Ferienimmobilien – www.helma-ferienimmobilien.de)

 

Ein „Floating Home“ oder „Floating House“ ist nicht unbedingt ein Hausboot. Die gibt es zwar auch, aber eigentlich handelt es sich hier um Häuser, die auf dem Wasser schwimmen. Im Gegensatz zu Hausbooten besitzen sie keinen Motor. Sie stehen – beziehungsweise schwimmen – mehr oder weniger in Ufernähe von Flüssen, Seen, am Meer oder in den Innenstädten. Auch wenn sie selber nicht fahren können, können sie umgesetzt werden. Mit entsprechenden Booten werden sie transportiert. Wenn Besitzer von schwimmenden Häusern – zum Beispiel aus beruflichen Gründen – umziehen müssen, kann das Haus mitgenommen werden. Natürlich muss in der Nähe des neuen Wohnorts ein Liegeplatz verfügbar sein.

(Fotos: © Floating Homes GmbH – www.floatinghomes.de)

Dabei gibt es schwimmende Häuser in unterschiedlichen Größen. Sie reichen von etwa einer Etage mit 30 Quadratmetern bis hin zur Luxusvariante mit 265 Quadratmetern oder mehr – auf mehreren Etagen. Wie bei der Immobilie an Land können viele individuelle Gestaltungswünsche umgesetzt werden.

Aber nicht nur als Eigenheim lohnt sich das schwimmende Haus. Es kann auch eine gute Kapitalanlage sein. Denn als Ferienhäuser sind „Floating Houses“ ebenfalls beliebt. Von daher kann sich eine Vermietung lohnen. Allerdings fallen bei einem Hausboot oder schwimmenden Haus zusätzliche Kosten an. Zu den Liegekosten kommen Betriebs- und Instandhaltungskosten. Dadurch, dass die Häuser im Wasser liegen müssen sie regelmäßig geprüft und gewartet werden. Inzwischen arbeiten aber erste Unternehmen an der Entwicklung von autarken schwimmenden Häusern. Diese versorgen sich klimafreundlich selbst mit Wasser, Strom und Wärme. Wer also den Kauf eines schwimmenden Hauses gut plant, für den kann es eine lohnende Investition sein.

Möchten Sie vom Land aufs Wasser ziehen? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

 

Titelfoto: © suteishi

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Häufige Fehler beim privaten Immobilienverkauf

Meine Immobilie lade ich einfach bei einem Online-Portal hoch, bei der derzeitigen Nachfrage verkauft sich die doch von allein – denken sich viele Privatverkäufer. Doch oft ärgern sie sich im Nachhinein, weil sie sich haben Geld entgehen lassen oder die Immobilie zu lange zum Verkauf steht, ohne dass sich ein ernsthafter Interessent meldet. Durch die Kenntnis von Grundlagen können typische Fehler aber vermieden werden.

1. Ich weiß genau, wie viel meine Immobilie wert ist

Die meisten Eigentümer denken, sie wissen genau, was ihre Immobilie wert ist. Allerdings hängt der Preis von vielen sich stets ändernden Faktoren ab. Weil viele Eigentümer auch emotional an ihr „Häuschen“ gebunden sind, setzen sie häufig einen zu hohen Preis an, dem der Markt aber nicht folgen mag. Oft bleiben sie dann auf ihrer Immobilie sitzen, weil sie keinen Käufer finden. Wer jedoch einen unabhängigen und fachkundigen Immobilienprofi zu Rate zieht, vermeidet diese Probleme. Denn ein Immobilienprofi weiß, was eine Immobilie wert ist und hilft dabei den optimalen Preis dafür zu bekommen.

2. Was muss man schon groß für den Verkauf vorbereiten

Immer noch zu häufig unterschätzen Privatverkäufer den Aufwand, der nötig ist, um eine Immobilie optimal zu verkaufen. Über viele Fragen machen sie sich keine Gedanken:

  • Wann ist der beste Zeitpunkt zum Verkauf?
  • Wie löse ich ein eventuell bestehendes Immobiliendarlehen ab?
  • Wie erziele ich den besten Verkaufspreis?
  • Welche Fragen werden Kaufinteressenten stellen?
  • Auf welche juristischen Fallstricke muss ich achten?

Experten empfehlen, sich für die Vorbereitung genügend Zeit zu nehmen sowie Verkaufsziele und -schritte festzulegen. Auf den Verkaufspreis und die Verkaufsdauer wirkt sich das in den meisten Fällen positiv aus.

3. Unterlagen kann ich immer noch vorlegen

Kaufinteressenten werden durch fehlende Unterlagen oft abgeschreckt, da sie fürchten, dass ihnen etwas verheimlicht werden soll. Abgesehen davon kann es auch rechtliche Konsequenzen haben. Der Energieausweis zum Beispiel muss spätestens zum Besichtigungstermin vorliegen, sonst droht ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro.

4. Ich rede nicht viel – wer mein Objekt haben will nimmt es

Eigentümer, die ihre Immobilie auf allen gängigen Online-Portalen und Zeitungen der Region anbieten, deren Telefon steht nicht mehr still und das E-Mail-Postfach quillt vor Anfragen über. Das kostet viel Zeit. Wer sich nicht genügend Zeit nimmt, dessen Verkauf kann sich unnötig in die Länge ziehen.

5. So viel Zeit brauche ich für die Besichtigungstermine nicht

In der Hektik des Berufsalltags ist es sowohl für Verkäufer als auch Käufer nicht immer einfach, einen Termin zu Besichtigung zu finden. Oft bleiben nur die Wochenenden. Aber wer opfert schon gern seine spärliche Freizeit? Außerdem haben Kaufinteressenten Fragen, auf die viele Verkäufer häufig nicht vorbereitet sind: Fragen zu Mängeln, zur Energieeffizienz, zu baulichen Veränderungen. Wer sich auf die Fragen von Interessenten gut vorbereitet, ist dem schnellen Verkauf seines Objekts zum vorgestellten Preis ein gutes Stück näher gekommen.

Haben Sie Fragen zum privaten Verkauf Ihrer Immobilie? Sprechen Sie uns ganz unverbindlich an. Wir beraten Sie gern.

 

Foto: © gorbachlena

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Hausbesichtigung der Zukunft

Immobilienbesichtigung wird immer einfacher. Wird ein Haus saniert oder ist der Neubau noch nicht fertig, können Sie das Objekt auch virtuell begehen. Mit VR-Brillen gewinnen Sie Eindrücke von der Immobilie oder können schon die Einrichtung planen. Während Sie in dem virtuellen Haus stehen, können Sie Möbel platzieren oder verschieben, Fußböden austauschen oder Wände in anderen Farben streichen. Die VR-Experten Matthias Ruffert und Sebastian Träger erklären, warum Virtual Reality hier zum neuen Standard wird.

Wie kamt ihr darauf, VR-Simulationen für Immobilien zu machen?

Matthias Ruffert: Was sich in anderen Branchen schon durchgesetzt hat, setzt sich allmählich auch beim Bau von Immobilien durch. Das wird jetzt möglich, weil die Technik sich enorm entwickelt und auch bezahlbarer geworden ist.  Nicht nur für Millionen- und Milliardenprojekte, sondern auch für 200.000-Europrojekte. In anderen Branchen wird schon seit vielen Jahren in der Planung elektronisch simuliert: Sei es im Bereich der Flugzeugentwicklung, Schiffsentwicklung, Maschinenentwicklung oder auch Kraftwerkentwicklung. Das wird getan, bevor man überhaupt ein Stück Stahl in die Hand nimmt oder irgendetwas formt.

Wofür werden VR-Simulationen bei der Bauprojektplanung eingesetzt?

Sebastian Träger: Sowohl für die Planung als auch für den Vertrieb. Dazu muss das Gebäude noch nicht stehen.

Matthias Ruffert: Ich habe gestern zum Beispiel mit einem Marktteilnehmer gesprochen, der mehrere Wohneinheiten in Planung hatte. Ich habe ihn gefragt, ob er schon mal einen Plan schicken könnte, aber er hatte gar nichts, nur das Grundstück und die Idee. Es gab noch keinen Auftrag für einen Architekten oder sonst was. Trotzdem musste er jetzt schon Wohneinheiten verkaufen. Dazu wollte er die Idee digitalisiert darstellen, damit sie in den Köpfen der Projektentwickler und Bauunternehmer weiterwächst.

 

Was wird in Simulationen dargestellt? Wie detailliert sind sie?

Sebastian Träger: Das geht teilweise bis ins letzte Detail. Sowohl vom Objekt als auch von den Außenansichten. Wir können sogar den Verkehr draußen auf der Straße simulieren. Das ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich. Im einen Projekt geht es mehr um die Gartengestaltung. Da wird jede Pflanze, die der Landschaftsarchitekt vorgesehen hat bis ins Detail dargestellt. In anderen geht es dann eher um den Innenraum.

Wie werden VR-Simulationen von Projekten erstellt, die es noch gar nicht gibt? Was braucht man da als Grundlage?

Sebastian Träger: Die meisten unserer Kunden haben bereits einen groben Plan, wie Sie es im Endeffekt haben wollen. Zumindest bei den Gebäuden. Wir kriegen dann also schon Architektenpläne und gröbere Zeichnungen. Die füllen wir dann zunächst mal mit Wänden und Böden und dann immer detaillierter mit Fenstern, Möbeln und Sanitäranlagen.

Wie lange dauert es, eine Simulation zu erstellen? Wie viele Leute sind daran beteiligt?

Sebastian Träger: Das kommt ganz aufs Projekt an. Grob gesagt dauert es zwischen zwei und acht Wochen. Ein typisches Projekt dauert um die vier Wochen. Wir haben dafür einen Workflow mit vier bis fünf Leuten.

Matthias Ruffert: Es sind auch unterschiedliche Qualifikationen, die man braucht. Der eine hat mehr Inneneinrichtungsgefühl, der andere ist eher auf Grundstrukturen spezialisiert. Außerdem haben wir auch einen Spezialisten für alle Lichtfragen. Denn wie auch in der realen Welt, macht Licht hier ziemlich viel aus und sorgt am Ende für den Feinschliff.

Ein Problem bei der Bauplanung besteht darin, dass noch nichts besichtigt werden kann. Lösen die VR-Simulationen dieses Problem, sodass sich leichter Investoren und Käufer finden?

Matthias Ruffert: Auf jeden Fall! Es geht nicht nur darum, die Planung zu beeinflussen, sondern wirklich darum, schneller zu verkaufen. Nehmen wir an, Sie sind ein Investor mit einem großen 5-Millionen-Euro-Projekt, haben selber aber nur 50.000 Euro Cash und brauchen jetzt einen Kredit von der Bank. Bevor die investiert, wird sie verlangen, dass erste Wohneinheiten bereits verkauft werden. Da beißt sich also die Katze in den Schwanz. Virtual Reality ermöglicht einen einfachen Start. Es muss noch nichts physisch da sein, um schnelle Abschlüsse zu kriegen. So finden Sie sowohl schneller Käufer als auch Investoren.

Sebastian Träger: Normalerweise ist es so, dass der letzte Kunde am meisten zahlt, weil er sich am wenigsten vorstellen muss. Aber durch Virtual Reality können auch die ersten Kunden bereits etwas sehen, ohne sich selbst zu viel ausmalen zu müssen. So wird direkt ein höherer Preis pro Quadratmeter erzielt.

Momentan boomt der Immobilienmarkt. Ist es da nicht sowieso leicht Käufer zu finden?

Matthias Ruffert: Vielen geht es nicht darum, an die Endkunden zu verkaufen, sondern einen Zuschlag für ein Projekt zu bekommen. Denn darum stehen Sie mit vielen anderen Firmen in Konkurrenz. Deshalb kommen zu uns Sparkassen oder andere Großkunden, um große Projekte bewerben und mit dieser Technik zeigen wollen, dass sie innovativ und leistungsbereit sind. So kriegen sie die Zuschläge von Bauträgern und Gesellschaften.

Wie entwickelt sich der Markt für Simulationen? Werden Sie bald zum Standard bei neuen Bauprojekten?

Matthias Ruffert: Ich bin zutiefst davon überzeugt. Mittlerweile sehen wir, dass immer mehr Menschen auf diese Technik setzen. Vor zwei Jahren waren wir das noch anders, aber jetzt ist es so, dass die Endkunden bei den Banken oder Maklern sitzen und direkt danach fragen. Die konnten sich dann vielleicht ein anderes Projekt bei einem Konkurrenten über eine Simulation ansehen und wollen nun diesen Standard.

Was fasziniert Sie an VR-Simulationen?

Matthias Ruffert: Ich sehe das vor allem aus dem unternehmerischen Blickwinkel. Da ist es eine enorme Chance, weil hier gerade ein komplett neuer Markt entsteht. Das finde ich besonders spannend: Teilnehmer eines sich neu entwickelnden Marktes zu sein.

Sebastian Träger: Ich habe darauf eine etwas andere Sicht. Einen neuen Markt mit zu entwickeln finde ich natürlich auch spannend. Aber das faszinierendste an VR-Simulationen ist für mich eigentlich, dass das etwas ist, was sich kein Mensch vorstellen kann. Man kann darüber reden, Filme drüber machen, aber man kann es sich nicht vorstellen. Man muss es erleben. Man muss eine Brille aufsetzen — jeder der das einmal getan hat, wird fasziniert sein. Für mich ist das eine Art Geisteserweiterung: Man setzt die Brille auf und nach einer halben Minute ist man in einer anderen Welt. Egal, was einem gezeigt wird, ob man eine Immobilie sieht oder eine Unterwasserwelt, man ist in diesem Moment da drinnen. Das ist so real, dass Körper und Geist das gar nicht unterscheiden können von der wirklichen Welt.

Möchten Sie wissen, ob sich eine virtuelle Begehung auch bei Ihrer Immobilie lohnt? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Fotos: © RossHelen / peshkov

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Das Zuhause immer im Blick

Die meisten Menschen denken bei Smart Home, sofort an die Smart Speaker von Amazon, Apple, Google und Co, die bequem per Sprachsteuerung Licht, Musik oder Klimaanlage steuern. Aber es geht auch eine Nummer kleiner. Die Überwachung der eigenen vier Wände klappt auch schon per App.

Eigenheimbesitzer haben die Möglichkeit, von unterwegs zu checken, was im Hause los ist. Ist ein Fenster noch offen? Ist der Herd noch an? Wurde vergessen, die Heizung im Urlaub abzudrehen? Was die Überwachung per Handy so interessant macht? „Viele wollen für die Hausüberwachung nicht in ein teures Smart Home System investieren, mit dem die Heizung dann direkt abgeschaltet werden kann. Ihnen reicht es, einen kurzen Alarm zu kriegen und dann noch mal schnell umzukehren und das Fenster selbst schließen zu können“, berichtet der Experte für mobile Hausüberwachung und Managing Director Manfred Sarrazin von Techno Trade.

Makler oder Hausverwaltungen nutzen solche Apps schon zum Beispiel in der Leerstandsverwaltung. Die Firma Techno Trade entwickelt verschiedene smarte Sensoren und die App dazu, die Immobilien überwachen können. Hier werden alle Daten und Störungsmeldungen von allen Sensoren erfasst. Dazu lassen sich verschiedene Alarme einstellen. Durch Bewegungssensoren kann festgestellt werden, ob jemand das Gebäude betritt, durch Wärmesensoren kann die Temperatur kontrolliert werden und Wassersensoren erkennen, wenn zum Beispiel ein Rohr undicht ist und Wasser ausläuft. „Technisch ist das möglich, indem kleine Sensoren an der jeweiligen Stelle angebracht werden, die über eine Funkstation per W-LAN-Signale an den App-Nutzer senden“, erklärt Frank Reiser, Diplom-Wirtschaftsinformatiker bei Techno Trade. Was für Profis nützlich ist, kann auch Eigentümern helfen, ihr Objekt immer und einfach zu pflegen.

Manfred Sarrazin beschreibt die Situation von Techno Trade so: „Wir kommen unter anderem aus dem Bereich der Funkuhren und Wetterstationen – also alles was mit Zeit und Wetter zu tun hat.“ Die Sensoren und Funkgeräte waren also dementsprechend schon vorhanden. Für die mobile Überwachung werden aus den gelieferten Daten jedoch ganz andere Rückschlüsse gezogen als zum Beispiel bei einem klassischen Thermometer. Frank Reiser nennt nur einige Beispiele hierfür: „Wenn die Temperatur in der Nähe des Herdes sich zum Beispiel stark erhöht, kann ich daraus schließen, dass ich vergessen habe, eine Platte auszumachen. Oder wenn ein Wassersensor in der Nähe der Waschmaschine Alarm schlägt und diese gerade angeschaltet ist, kann ich davon ausgehen, dass sie überläuft.“

Durch Bewegungssensoren, die an Türen und Fenstern angebracht werden, ist eine mobile Überwachungsapp darüber hinaus eine preiswerte Alternative zur klassischen Alarmanlage. Wenn sich eine Tür öffnet, geht der Alarm zunächst aufs eigene Handy und nicht direkt an die Polizei. „Dann kann ich schnell einem Nachbarn Bescheid geben, der nachsieht, ob alles in Ordnung ist und spare mir so unter anderem einen teuren Polizeieinsatz, sollte es doch mal falscher Alarm sein.“

Möchten Sie wissen, wie Sie Ihre Immobilie sicherer machen können? Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gern.

 

 

Fotos: © Techno Trade

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Houzz – Alles unter einem Dach

Die Tapeten sind vergilbt, die Farben vom Sofa ausgeblichen und die Fliesen im Bad haben Risse und müssen eigentlich schon lang mal erneuert werden. Also stellen sich drei Fragen: 1. Wie soll mein Heim nach der Renovierung aussehen? 2. Welche neuen Möbel will ich haben? Und 3. Wo finde ich einen Experten, der sich um die Renovierung kümmert oder mir Tipps gibt? Beim Portal Houzz.de finden Sie Wohnideen, Produkte wie Möbel oder Accessoires sowie Experten rund ums Thema Immobilien.

Die Online-Plattform Houzz führt immobiliennahe Dienstleister und Eigentümer zusammen. Auf Houzz.de lassen sich Nutzer in Sachen Wohnen, Design und Inneneinrichtung sowie Garten inspirieren. Vom klassischen rustikalen Landhausstil bis zum modernen urbanen Wohnen können Nutzer hier ihre Wohnideen sammeln und speichern. Eigentümer können entweder frei durch die Vorschläge stöbern und sich von Idee zu Idee führen lassen oder über Kategorien wie beispielsweise „Raum“ oder „Stil“ gezielt suchen, was sie brauchen.

Die gleichen Möglichkeiten gibt es im Produkt-Bereich. Auch hier können die Nutzer die zu ihrem Wohndesign passenden Möbel oder Accessoires gezielt suchen oder einfach nur stöbern. Ist der Nutzer fündig geworden, kann er sein Lieblingsmöbelstück kaufen oder erfährt, wo er es kaufen kann.

Bei den Inhalten –Texten wie Fotos – vertraut Houzz auf die Expertise von Profis. Damit die Qualität gewahrt bleibt, müssen sich immobiliennahe Dienstleister auf der Plattform als Experten registrieren. Nur gewerbliche Anbieter können hier Inhalte liefern. Dadurch schafft es Houzz, private Schnappschüsse von der Plattform fernzuhalten und inhaltlich einen guten Qualitätsstandard zu bieten. Schließlich liegt es im ureigenen Interesse der Dienstleister, sich von ihrer besten Seite zu präsentieren. Hinter diesem Prinzip steckt auch das Erlösmodell des Portals. Denn die Experten zahlen dafür, auf Houzz Inhalte veröffentlichen zu können. Über die Community können sie dann Blog-Beiträge publizieren. So posten Handwerker, Innenarchitekten oder Bauträger in kleinen Stories ihre Werke als Referenzen. Mit den Experten können die Nutzer auch direkt in der Community in Kontakt treten und sich von diesen beraten lassen.

Das Portal aus den USA ist seit vier Jahren in Deutschland online. Seitdem ist es rasant gewachsen. Inzwischen arbeiten für Houzz in Deutschland circa 100 Mitarbeiter. Wie Houzz angibt, nutzen über 40 Millionen User weltweit monatlich die Plattform. 90 Prozent davon sollen Immobilienbesitzer sein, die die Plattform als Begleiter bei Umbau oder Renovierung nutzen. Zudem sind weltweit über 1,5 Million Experten aktiv auf der Plattform tätig. Über das Expertenverzeichnis lässt sich der richtige Profi für jedes Immobilienproblem schnell finden.

Wer Inspirationen zur Erneuerung seiner eigenen vier Wände sucht, findet auf Houzz die aktuellsten Design-Trends. Und wer Unterstützung für die Renovierung seines Heimes sucht, kann sich erst ein Bild von der Professionalität der Experten machen, bevor er sich für einen entscheidet, der mit Rat und Tat zur Seite steht.

Möchten Sie wissen, ob sich eine Aufwertung Ihrer Immobilie lohnt? Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gern.

 

Fotos: © houzz

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Aus eins mach zwei – die Teilung von Immobilien

Sind Ihre Kinder aus dem Haus und Sie überlegen, was Sie mit dem neu gewonnenen Platz anfangen? Oder gehen Sie nur noch selten in den ersten Stock, weil Ihnen die Treppe zu anstrengend geworden ist? Dann ist vielleicht die Teilung Ihrer Immobilie eine gute Lösung. Denn so lassen sich aus einem zu großen Haus noch Vorteile ziehen.

Eine zu große Immobilie kann für ein Rentnerehepaar, das nur noch alleine darin wohnt, eine Belastung sein. Ein Wohnhaus kann zwar in der Regel durch entsprechende Baumaßnahmen altersgerecht angepasst werden. Dennoch bleibt die Frage: Wohin mit zu viel Platz? Hier empfiehlt es sich, die eigenen vier Wände zu teilen. Das ermöglicht, die Immobilie neu zu nutzen. Denn durch eine entsprechende Umgestaltung entsteht neuer, unabhängiger Wohnraum für beispielsweise Familienangehörige oder auch Fremdmieter.

Das hat mehrere Vorteile. Neue Mitbewohner im Haus bieten soziale Kontakte oder sogar Unterstützung im Alltag. Außerdem trägt es auch zur Stärkung des Sicherheitsgefühls bei, was vor allem für alleinstehende Bewohner wichtig ist, aber auch für Menschen, die viel reisen oder sich öfters in ihrem Zweitwohnsitz aufhalten. Zudem wird es auch leichter, das Objekt zu unterhalten, indem die Belastung geteilt wird – arbeitsmäßig und finanziell. Wer den anderen Teil der Immobilie vermietet, hat dazu noch Mieteinnahmen. Ein anderer Vorteil gewinnt inzwischen immer größere Beliebtheit, nämlich die Unterbringung von Pflegekräften in der neu entstandenen Wohnung. Denn so wird es älteren Bewohner ermöglicht, in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben und einen Aufenthalt im Pflegeheim zu vermeiden.

Wenn die eigene Immobilie für eine Teilung umgebaut werden soll, gilt es einiges zu beachten. Grundsätzlich sollten die Wohnungen deutlich getrennt sein. Dabei kommt es auf eine gute Schallisolierung und einen sparsamen Umgang mit Sichtbeziehungen an. Begegnung und gegenseitige Wahrnehmung sollten sich nicht aufzwingen. In der Regel gilt: „Nähe auf Distanz“.

Wenn Sie Ihr Objekt teilen möchten, benötigen Sie dafür eine Teilungserklärung. In dieser wird geregelt, welche Flächen der Immobilie oder des Grundstücks zum Gemeinschaftseigentum und welche zum Sondereigentum gehören. Außerdem bestimmt sie die Rechte und Pflichten der Eigentümer. Auch wenn Sie Ihre Immobilie nicht selbst bewohnen, sondern sie vermieten, ist die Teilungserklärung nötig. Denn in ihr wird geklärt, was gemeinschaftlich genutzt wird und was nur privat. Damit die Teilungserklärung rechtskräftig wird, muss sie einerseits von einem Notar beglaubigt und andererseits ins Grundbuch eingetragen werden.

Aber Vorsicht! Die Teilung einer Immobilie kostet Geld. Während sich die Kosten für den Notar auf derzeit etwa 70 Euro belaufen sind die Kosten für den Umbau entsprechend hoch. Es ist also in der Regel schwierig, kurzfristig damit zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften. Langfristig können jedoch größere finanzielle Vorteile entstehen. In jedem Falle ist es ratsam, vor dem Umbau immer den Rat eines Immobilienprofis einzuholen. Dieser berät Sie dabei, was sinnvoll ist und sich lohnt und was nicht.

Möchten Sie wissen, ob sich eine Teilung Ihrer Immobilie lohnt oder ob es sinnvoller ist, sie zu verkaufen? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Fotos: © Jacek_Sopotnicki

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Künstliche Intelligenz in der Pflege – was ist möglich?

Vielleicht stehen Sie derzeit vor der Frage, ob Sie in ein neues, altersgerechtes Heim umziehen oder Ihre geliebten vier Wände barrierefrei umbauen wollen. Was aber geschieht, falls Sie oder Ihr Partner pflegebedürftig werden? Unter welchen Voraussetzungen könnten technologische Entwicklungen den Alltag im eigenen Zuhause sinnvoll und dezent unterstützen?

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland steigt rasant. Doch viele ältere Menschen haben leider nicht das Glück, von den eigenen Angehörigen versorgt zu werden. Und auch das Pflegepersonal wird knapp. Aus Japan kommt die Idee, das Wohl der Alten und Gebrechlichen in die Hände von Robotern zu legen. Aber kann von ihrem „Wohl“ dann überhaupt – und in emotionaler Hinsicht – noch die Rede sein?

Derzeit leben fast 2,9 Millionen pflegebedürftige alte Menschen in Deutschland, ein Drittel davon in Seniorenheimen. Bis zum Jahr 2050 wird diese Zahl auf rund 4,5 Millionen wachsen, schätzt das Statistische Bundesamt. Wie soll diese Herausforderung des demografischen Wandels gemeistert werden? In der Zukunft stehen wir vor dem Problem, dass es zwar immer mehr Pflegebedürftige gibt, jedoch immer weniger Menschen, die Pflegeberufe ergreifen und ausüben. Zudem fehlt es den Kranken- und Pflegekassen an Geld, das aber nötig wird, wenn die Zahl an Senioren, die ihren Alltag nicht mehr selbst bewältigen können, steigt.

Werden Pflegefachkräfte durch Technologie ersetzt?

Einer ähnlich prekären Situation sehen sich die Japaner ausgesetzt, was in dem Land der technischen Innovationen auch auf dem Gebiet der Altenpflege zu neuen Gedanken rund um das Thema Künstliche Intelligenz führt. Bereits vor 16 Jahren eröffnete der Elektronikkonzern Panasonic in der Nähe von Osaka ein High-Tech-Pflegeheim, in dem die Bewohner ausschließlich mittels Technik versorgt und kontrolliert wurden. Mit einigen Produkten wie Halsketten mit Bewegungssensor, die den Aufenthalt der Heimbewohner überwachen und ein Weglaufen verhindern sollten, konnten sich aber selbst die technikaffinen Japaner nicht anfreunden.

Die Deutschen stehen der Vorstellung, sich im Alter von Robotern waschen, füttern und tragen zu lassen, insgesamt sehr viel skeptischer gegenüber. Allein deswegen ist nicht davon auszugehen, dass Künstliche Intelligenz hierzulande in naher Zukunft menschliches Pflegepersonal ersetzen kann. In einigen Medien wird häufig suggeriert, dass die Technologie in Zukunft alle Pflegefachkräfte obsolet machen wird. „Doch hier herrscht ein Übersetzungsfehler“, stellt Christian Buhtz, der Gründer des Robotikherstellers Boston Dynamics Marc Raibert, im Interview mit heise online klar. „Es gibt einfach keine Pflegeroboter. Sondern es gibt lediglich robotische Systeme, die in einzelnen Funktionen unterstützen können und so Pflegekräfte entlasten.“

Was zählt, ist das Zwischenmenschliche

Das Problem sei laut Buhtz nicht die technische Machbarkeit, sondern die Komplexität von zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Pfleger und Patient, die individuelle Begegnung ermögliche. Die Frage, ob Pflegeroboter die Bedürfnisse von alten Menschen wirklich befriedigen können, stellt sich so gesehen im Grunde gar nicht. Künstliche Intelligenz besitzt keine Gefühle wie Liebe, Verbundenheit oder Freude, sie kann höchstens ein solchen Gefühlen entsprechendes Verhalten simulieren. Und auch wenn das Gegenüber den Unterschied nicht erkennen mag, bewegt man sich hier ethisch betrachtet auf einem schmalen Grad.

Christian Buhtz plädiert für eine nüchterne Darstellung der realen Fähigkeiten und Möglichkeiten von Maschinen und bevorzugt die Begriffe „robotische Pflegeassistenzsysteme“ oder „Roboter zum Autonomieerhalt“. In Deutschland arbeiten zahlreiche Firmen daran, pflegebedürftige Menschen auf diese Weise in ihrem Alltag zu unterstützen. Primär handelt es sich um Technik, die in die Wohnung eingebaut wird, um Pfleger oder pflegende Angehörige zu entlasten. Technologische Entwicklungen wie automatische Rollladensteuerung, intelligente Überlaufsysteme für die Badewanne, Sturz-Detektoren und mit Notrufzentralen vernetzte Rauchmelder sind zwar bereits am Markt verfügbar, aufgrund der hohen Anschaffungskosten jedoch in Privatwohnungen noch nicht sehr verbreitet.

Gemeinsam mit der Berliner Charité arbeitet der Industriegasekonzern LINDE an einem Projekt mit dem Namen Bea@home, das die Beatmungspflege von Schwerstpflegebedürftigen zu Hause ermöglichen soll. Momentan wird die Durchführung in der Praxis erprobt – mit großem Erfolg: Die betreuenden Personen gewinnen durch das Projekt an Handlungssicherheit, und die Patienten können in ihrem häuslichen Umfeld gepflegt werden. Anstelle von Rundumbetreuung durch einen Pfleger tritt hier ein ausgeklügeltes Überwachungssystem, das am Bett der Beatmungspatienten installiert wird und die medizinischen Werte laufend an ein Krankenhaus übermittelt. Für die Pflege- und Krankenkassen bedeutet dies eine erhebliche finanzielle Entlastung, und für die Patienten und ihre Angehörigen nichts Geringeres, als dass sie Seite an Seite in den eigenen vier Wänden leben können.

In dezent unterstützender Funktion kann Künstliche Intelligenz alten Menschen also tatsächlich helfen. Aber ein wärmendes Lächeln und das richtige Wort zur richtigen Zeit kann nur ein Wesen mit emotionaler Intelligenz schenken.

Sie wollen Ihr Zuhause mit modernen Pflegetechnologien altersgerecht gestalten? Wir prüfen gerne, ob Ihre Immobilie dafür geeignet ist.

 

Foto: © aerogondo

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Extrawurscht – Die Wunscherfüller

Träumen Sie auch von der Wanne im Schlafzimmer, um von dort durch die großen Panoramafenster in den Garten zu schauen oder aus dem 14. Stock über Ihre Stadt? Ist das Wohnzimmer Ihrer Eigentumswohnung, die gerade gebaut wird zu klein und Sie möchten den Grundriss ändern? Immer öfter haben Kunden von Bauträger Luxus-Sonderwünsche. Und die haben es oft in sich.

Obwohl die Immobilienpreise steigen, möchten viele Käufer von Luxus-Immobilien bei Ihren neuen Eigentumswohnungen Ihre eigenen Vorstellungen umsetzen. Die meisten davon sind auch bereit, dafür mehr Geld hinzublättern. Obwohl manche Sonderwünsche aufwendig und nicht billig sind, werden sie immer öfter nachgefragt. Und zwar so oft, dass es in vielen Unternehmen extra eine neue Stelle dafür entstanden ist: der Sonderwunsch-Manager. Inzwischen beschäftigen immer mehr Unternehmen immer mehr Sonderwunsch-Manager. Diese sind das Bindeglied zwischen Käufer und Baustelle. Sie führen Machbarkeitsstudien und Bemusterung für die Sonderwünsche durch und begleiten die Planung und Umsetzung.

Die Liste an Sonderwünschen ist lang und gelegentlich sind diese so ausgefallen, dass es Bauträger an den Rand des Machbaren bringt. Zum Beispiel wünschen sich Käufer oft einen privaten Aufzug. In einem Objekt mit mehreren Einheiten ist ein Privataufzug für jeden logischerweise doch schwer unterzubringen.

Auch ein offenes Schlafzimmer mit integriertem Badezimmer ist fast so oft gewünscht wie ein Wohn- und Essbereich mit offener Küche. Immer mehr Menschen finden einen Gefallen daran, vom Bett direkt in die Wanne zu steigen oder in die ebenerdige Dusche ohne Duschkabine. Da fragt sich der Bauträger, wie er verhindert, dass das Schlafzimmer überflutet wird. So wurden schon Fassadenelemente zwischen den Räumen eingebaut. Es gibt sogar Kunden, die ihre Badewanne im Wohnzimmer haben möchten.

Björn Bergs, Sonderwunsch-Manager bei Drees & Sommer, kennt auch den folgenden Fall: Käufer einer Wohnungen in einem Bestandsgebäuden wünschten sich einen Whirlpool. Aber die Frage war, ob der Altbau solche Lasten aushält. Dazu müssen Rohranschlüsse geändert und ein Elektroanschluss gelegt werden. Unter Umständen ist es auch nötig, Grundrisse zu ändern und Trennwände zu versetzen, um für genügend Platz für den Whirlpool zu sorgen.

Auch besondere Hygienespülungen, die regelmäßig automatisch die Wasserleitungen spülen, sind ein beliebter Wunsch. Zum Beispiel dann, wenn die Käufer sich nur wenige Monate im Jahr in der Wohnung aufhalten möchten.

Ein Sonderwunsch ist bereits alles, was vom Standard abweicht. Das ist schon der Fall, wenn der Kunde statt Fliesen lieber Naturstein haben möchte. Ein Sonderwunsch muss dabei nicht unbedingt teuer sein.

Möchten Sie wissen, ob sich ein Umbau oder eine Anpassung Ihrer Immobilie lohnt? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Fotos: © piovesempre / ondatra-m / rilueda

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