Widerufsrecht beim Maklervertrag

Warum eine Widerrufsbelehrung?

Maklerverträge die zwischen einen Makler als Unternehmer und einem privaten Immobilieneigentümer oder Interessenten als Verbraucher auserhalb der Geschäftsräume des Maklers geschlossen werden unterliegen dem Verbraucherschutzgesetzt und können vom Verbraucher innerhalb 14 Tagen widerrufen werden (ähnlich wie im Onlinehandel).

Immobilienmakler sind verpflichtet, ihre Kunden schriftlich über ihr Widerrufsrecht zu informieren. Versäumt ein Makler es, den Kunden über sein Widerrufsrecht zu  belehren, verlängert sich die Widerrufsfrist automatisch auf ein Jahr und 14 Tage.

Die Widerrufsbelehrung führt häufig zu Unsicherheit beim Kunden

Das Widerrufsrecht bei Maklerverträgen sorgt bei Käufern oft für Unsicherheiten. Vor allem die Widerrufsbelehrung führt häufig zu Unsicherheit und der Angst, eine Provision zahlen zu müssen. Aber eine Provision wird erst fällig, wenn der Makler seine Dienstleistung erfüllt hat, denn die Maklerprovision ist ein erfolgshonorar und wird erst fällig wenn der Makler Ihnen erfolgreich eine Immobilie vermittelt hat und der Kaufvertrag beim Notar von allen Vertragsparteien unterschrieben worden ist. Wem Ihnen nach einer Besichtigung die angebotene Immobilie nicht gefällt, müssen Sie den Maklervertrag auch nicht widerrufen. Lassen Sie sich also nicht verunsichern, wenn Sie von einem Makler vor dem Exposé eine Widerrufsbelehrung erhalten und dies bestätigen müssen. 

Exposé nur mit Widerrufsbelehrung

Hat der Makler das Exposé mit der Widerrufsbelehrung übersandt, beginnt die Widerrufsfrist. Soll der Immobilienmakler vor Ablauf der Widerrufsfrist tätig werden, so bedarf dies einer ausdrücklichen Bestätigung des Kunden, dass sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung erlischt.